Via del Corso 18
(Piazza del Popolo)
00186 Rom / Italien

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R e i s e n o t i z e n

Barbara Klemm ‒ Fotografieren auf Goethes Spuren

Vom 6.2. bis 27.5.2016 zeigt die Casa di Goethe eine Ausstellung mit Arbeiten der deutschen Fotografin Barbara Klemm, die sich auf die Spuren des Zeichners Goethes begeben und seine Motive mit dem Blick von heute betrachtet hat. Präsentiert wird eine Auswahl von 45 Schwarz-Weiß- Bildern. Es ist die erste Einzelausstellung, die der in Frankfurt am Main lebenden Künstlerin in Italien gewidmet wird.

2012 hatte die ALTANA Kulturstiftung aus Bad Homburg Barbara Klemm dazu angeregt, Motive zu fotografieren, die Goethe auf seinen Reisen und Wanderungen durch Böhmen und Deutschland, Italien und der Schweiz in Skizzen und Tuschezeichnungen festgehalten hatte. Es ging dabei nicht um ein Nachfotografieren, sondern um die eigene Erfahrung dieser Orte. Und so haben die entstandenen Arbeiten einen eigenen, ganz freien Blick. Sie zeigen eindrücklich, dass Landschaftsfotografie viel mehr ist als das bloße Abbild des Gesehenen.

In Rom werden die Fotografien nun im Dialog mit einer kleinen Auswahl von Reproduktionen der italienischen Goethe-Zeichnungen und Beispielen aus der Sammlung der Casa di Goethe präsentiert. Der gemeinsame Nenner von Zeichnung und Fotografie ist der Blick für das Besondere einer Landschaft und die Kunst, Bewegung im Bild zu fixieren. Klemms Bilder erzählen von ihrem Umgang mit Licht und ihrer Art, Bilder zu komponieren. Goethes kreativer Blick, gepaart mit der Fähigkeit zu abstrahieren, hat sie dabei besonders inspiriert.

Barbara Klemm arbeitet meist mit zwei Kleinbildkameras, einer Spiegelreflex- und einer Messsucherkamera. Nur selten benutzt sie ein Stativ, fast immer fotografiert sie frei aus der Hand. Das konsequente Festhalten der Künstlerin an der Schwarz-Weiß-Fotografie und ihre Affinität zu relativ kleinen Formaten geben ihrer Landschaftsfotografie – ob Panorama-, Stadt-, Baum-, Wasser- und Wolkenbildern – einen ganz eigenen, virtuosen Zauber.

Barbara Klemm hat über Jahrzehnte in eindrucksvollen Bildern für die Frankfurter Allgemeine Zeitung ihre Sicht auf das Weltgeschehen unverwechselbar festgehalten. Bekannt ist sie vor allem als Porträtistin und gesellschaftspolitische Chronistin. Sie hat den „Bruderkuss“ zwischen Leonid Breschnew und Erich Honecker von 1979 fotografiert, der als Bildikone wie viele andere ihrer Arbeiten zum „fotografischen Gedächtnis“ der bundesrepublikanischen Gesellschaft zählt. Klemm ist Mitglied der Berliner Akademie der Künste und Honorarprofessorin an der Fachhochschule Darmstadt. Seit 2011 ist sie Mitglied im „Orden pour le mérite“.

Die Ausstellung wurde von Maria Gazzetti kuratiert.
Katalog zur Ausstellung mit Beiträgen von Wolfgang Holler und Hermann Mildenberger, herausgegeben von Andrea Firmenich und Johannes Janssen, 204 Seiten, 65 Fotografien in Duplex, 63 Abbildungen in Farbe, 25,00 EUR

Eröffnung: Freitag, 5.2.2016, 19.30 Uhr

Grußworte:

Maria Gazzetti, Leiterin der Casa di Goethe
Susanne Wasum-Rainer, Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland
Horst Claussen, Leiter Referat 24 bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien