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Konstellation 1
Fundstücke deutscher Geschichten auf Streifzügen durch Rom

Eine Ausstellung von Giuseppe Garrera und der Casa di Goethe

Vom 30.11.2016 bis 12.3.2017 zeigt die Casa di Goethe mit “Konstellation 1” die erste Folge einer Ausstellungsreihe, die die Wiederentdeckung deutscher Geschichten und Schätze in Rom durch Giuseppe Garrera beleuchtet.

Das von Giuseppe Garrera konzipierte und gemeinsam mit Maria Gazzetti (Leiterin der Casa di Goethe) kuratierte Projekt ist in erster Linie eine Hommage an Walter Benjamin, an „Flânerie “ und Sammelleidenschaft, an die zahlreichen Geschichten, Zeichen und Zivilisationsspuren, die sich in einer Großstadt in Rumpelkammern und bei Altwarenhändlern, Trödlern und Antiquaren verbergen.

In den nächsten drei Jahren werden die Konstellationen einmal jährlich in Rom entdeckte „deutsche“ Fundstücke vorstellen. Es geht dabei um die vielen Schätze, die Sammler, Flaneure, Buchliebhaber auf ihren Streifzügen durch Rom aus entrümpelten Häusern und Wohnungen deutscher Familien, Gelehrter und Reisender „retten“: Schutt, Zeichen, Überreste von Schiffbrüchen, die von verlorenen Leidenschaften und Kostbarkeiten erzählen (wie im Paris von Benjamin gibt es auch in Rom noch unzählige Buchstände, Flohmärkte und Wiederverkäufer, bei denen ganze Bibliotheken und der Hausrat feinsinniger Sammler enden).

In dieser ersten Schau der Fundstücken sind u.a. seltene Buchausgaben mit Graphiken von Manet und Renoir zu sehen, Originaldrucke von Albrecht Dürer e Francis Bacon, Handschriften von Ernst Bernhard, unveröffentlichte Briefe von Reinhard Dohrn – alles zufällige Entdeckungen in den Straßen Roms .

Jeder Fund ist gleichzeitig Fragment einer persönlichen Geschichte, einer lebenden Präsenz. Die Stücke beleuchten und rekonstruieren besondere Lebenswege in Rom, zeigen Verbindungen, erinnern an Abenteuer, Verlust und Tod. In der Ausstellung wird für jedes Buch, jeden Brief, jede Graphik und jedes Bild der entsprechende Fundort in der Stadt angegeben.

Manche der Fundstücke aus Konstellation 1 stammen beispielsweise vom Trödelmarkt Porta Portese, den Zigeuner-Verkaufssbuden auf der  Piazzale Ostiense und den Trödlern auf der Conca d’Oro.

Diese Zerstreuung und der sorglose Umgang mit echtem Kulturgut verstören auch deshalb, weil es sich dabei oft um Fundstücke mit hohem Marktwert handelt. Ihre Auffindung in Flohmärkten bzw. Trödelläden erscheint so absurd wie wunderbar.

Der Besucher kann sich in dieser Ausstellung auf Entdeckung begeben und sich – fast wie ein Kind - von unterschiedlichsten Schätzen aus Familien- und Privatbesitz überraschen lassen.

Der Musikwissenschaftler, Kunsthistoriker und Sammler Giuseppe Garrera lebt und arbeitet in Rom. U.a. betreut er den Masterkurs „Kulturmanagement“ der Business School „Sole 24“.