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Borsista attuale

BORSISTA attuale

settembre -ottobre 2018

Foto ©Suse Multhaupt

Gerrit Walczak (* 1970), storico dell'arte

Il pittore Alexander Macco (1767–1849): edizione delle memorie

(descrizione progetto in tedesco)

„Mahlen Sie – und ich mache Noten“, schrieb Ludwig van Beethoven 1803 an Alexander Macco, „und so werden wir – ewig? – ja vielleicht ewig fortleben.“ Für den Komponisten erfüllte sich diese Hoffnung, für den Maler nicht, doch nicht nur die Prominenz dieses und anderer Korrespondenten lässt erkennen, dass hier noch jemand zu entdecken ist. Macco wurde während seiner zwölf Jahre in Rom ab 1784 mit Karl Philipp Moritz und Johann Wolfgang Goethe bekannt und hielt sich nach seiner Rückkehr erst 1798/99, dann 1828/29 für mehrere Monate in Weimar auf. Während des zweiten Aufenthalts in Weimar verfasste Macco eine Autobiographie, deren 65 Seiten umfassende Abschriften in der Bibliotheca Her­tziana, im Bayerischen Staatsarchiv Bamberg und in Berliner Privatbesitz bis auf wenige Auszüge unveröffentlicht sind.

Maccos Lebenserinnerungen zeichnen sich durch ihre lebhafte Darstellung aus und schildern ein dichtes Netzwerk, das auch den fast vollständigen Künstlerkreis der Italienischen Reise umfasst. Begründeten die Jahre Maccos in Rom seine anhaltende Selbstüberschätzung als Historienmaler, so leiteten sie auch seine erfolgreichere Tätigkeit als Porträtist ein. Sie prägten damit eine Karriere als reisender Dienstleister und Ausstellungskünstler, die sich durch regelmäßige Ortswechsel zwischen Wien, Prag, Berlin, Weimar, Frankfurt, Hamburg, München und schließlich London auszeichnen sollte, da sich Hoffnungen auf eine Anstellung als Hofmaler oder ein Lehramt immer wieder zerschlugen.

Die Abschrift der Hertziana dient als Textgrundlage einer kommentierten Ausgabe, die ergänzend eine kleine Auswahl aus 123 zusammen mit Claudia Sedlarz-Riedinger (Stipendiatin im November und Dezember 2016) gesammelten und transkribierten, zumeist unveröffentlichten Briefen von und an Macco enthalten wird.

Biographie

PD Dr. Gerrit Walczak ist Privatdozent für Kunstgeschichte an der TU Berlin und vertritt bis September 2018 eine Professur an der Universität Greifswald. Er studierte ab 1995 in Hamburg und wurde dort 2000 bei Martin Warnke promoviert. Danach Stipendiat am Warburg Institute in London 2001 und am Münchner Zentralinstitut für Kunstgeschichte 2003–2006, zugleich Ko-Autor des 2007 erschienenen Sammlungskataloges der Alten Meister in der Hamburger Kunsthalle. Lecturer an der Universität zu Köln 2008–2011. In Hamburg 2009 habilitiert (Bürgerkünstler: Künstler, Staat und Öffentlichkeit im Paris der Aufklärung und Revolution, Berlin/München 2015). Professurvertretungen an der Ruhr-Universität Bochum 2012, der Universität zu Köln 2016/17 und 2017/18 in Greifswald. Zwischenzeitlich wissenschaftlicher Mitarbeiter mit einem DFG-Projekt zur Migration von Künstlern um 1800 an der TU Berlin 2012–2014, und an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz 2015/16.

Gerrit Walczaks Veröffentlichungen gelten besonders der Kunst und ihren Institutionen im 18. Jahrhunderts, dem Verhältnis von Kunst und Politik während der Französischen Revolution, der Migration von Künstlern und Fragen des Porträts im 17. und 18. Jahrhundert. Ende 2019 wird seine Studie Artistische Wanderer: Künstler(e)migration während der Französischen Revolution erscheinen.

 

 

Vincitori 4. bando

 

 

 

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