Museum - Bibliothek - Deutsch-italienisches Foyer

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Jahresbericht 2014

Jahresbericht 2014

 

Dr. Maria Gazzetti, seit September 2013 Leiterin der Casa di Goethe, hatte im Jahr 2014 vor allem drei Schwerpunkte gesetzt:

1: Leitmotiv der Veranstaltungen und Ausstellungen sollten verstärkt die deutsch-italienischen Beziehungen sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart sein.

2: Durch die stärkere Verwendung der italienischen Sprache sollte das römische Publikum in größerem Maße als zuvor an die Casa di Goethe gebunden werden.

3: Es sollten mehr Ausstellungen aus dem inzwischen beachtlichen eigenen Museumsbestand gezeigt  sowie eigene Ausstellungsprojekte entwickelt werden.

Museum:

Zunächst einmal kann über ein besonderes Highlight berichtet werden. Tatsächlich hielt der September des Jahres für die Casa di Goethe ein unerwartetes Geschenk bereit: Am 17. des Monats überreichte der Präsident der Ike und Berthold Roland-Stiftung dem Museum ein wertvolles Gemälde von Johann August Nahl d. J., das eine Gruppe von Pinien und Zypressen vor leuchtend blauem, südlichen Himmel zeigt. Das Bild fügt sich hervorragend in die Sammlung ein: Erweitert es einerseits die Gruppe der römischen Veduten – ein Themenschwerpunkt des Museums -, so ist andererseits auch der Bezug zu Goethe gegeben, den Nahl bestens kannte und dessen Kammerdiener er nach der Abreise des Dichters aus Rom übernahm. Kurz vor der Präsentation ergaben sich interessante Neuigkeiten zum Bildmotiv, das bislang für eine Darstellung aus Tivoli gehalten wurde. Nach einem Hinweis des Antiquars Paolo Antonacci stellte Dr.  Claudia Nordhoff weitere Recherchen an und kam zu dem überraschenden Ergebnis, dass es sich hier um eine berühmte Baumgruppe im Park der römischen Villa Montalto Negroni handelt. Diese Villa und ihre Gartenanlagen fielen 1862 dem Bau des römischen Hauptbahnhofes zum Opfer, so dass das Gemälde auch als wertvolles Bilddokument zu einem verlorenen Teil Roms im 18. Jahrhundert bezeichnet werden kann.

Im Herbst des Jahres begann die Arbeit an einer neuen Präsentation der Dauerausstellung, deren Zentrum natürlich nach wie vor Goethes „Kammer“ bildet. Hier können die Besucher heute, Dank der schönen Anregung unserer Mitarbeiterin Dorothee Hock, die lebensgroß an die Wand übertragene Reproduktion einer Zeichnung Tischbeins bewundern, die Goethe beim Bettenmachen in seinem Zimmer vorstellt: Auf diese Weise hat die Einrichtung des Dichters, zu der die Reisetruhe, seine mitgebrachten Bücher, seine Antiken und schließlich sein breites Bett gehören, nun zumindest bildlich ihren Platz in dem Raum gefunden. Die vier weiteren Zimmer der Dauerausstellung wurden jeweils unter ein eigenes Thema gestellt: „Rom zur Zeit Goethes“, „die Umgebung Roms und Süditalien“, „das Tischbein-Atelier“, und das „Warhol-Zimmer“. In diesem Zusammenhang werden nun auch andere, bislang nie gezeigte Werke aus dem Bestand der Casa di Goethe präsentiert.

Ebenfalls im Herbst wurde schließlich auch mit der Arbeit an einer „Casa di Goethe-App“ begonnen, die ab Mai 2015 den Besuchern zur Verfügung steht: Dreisprachige Texte, die durch Bildmaterial ergänzt werden, vermitteln Informationen zu ausgewählten Objekten in den fünf Räumen. Die App wird den Besuchern somit auch als Audioguide dienen.

Ausstellungen:

Nachdem im März 2014 die Ausstellung „Grillen und Staub. Italienische Landschaften der Goethezeit“ beendet wurde, eröffnete Maria Gazzetti die von ihr konzipierte Schau „Isolde Ohlbaum. Foto 1975-2014“. Gemeinsam mit der Fotografin waren Bilder von deutschen und italienischen Autoren oder anderen berühmten Persönlichkeiten ausgesucht worden wie von David Bowie auf Tour in München in den 70er Jahren oder von Künstlern, die in Italien eine Rolle gespielt haben., wie Z. B. Rainer Werner Fassbinder, Hanna Schygulla bis zu Horst Tappert, der sich als „Inspektor Derrick“ beim italienischen Fernsehpublikum großer Beliebtheit erfreute. Ein Saal war ganz der Fotodokumentation der Geschichte des von Hubert Burda geförderten internationalen „Petrarca Preises für Poesie“ gewidmet, deren legendären Preisverleihungen oft an besonderen italienischen Orten verliehen wurde. Die Publikumsresonanz war groß.

Im Juni folgte eine Schau, die als Experiment bezeichnet werden kann: Der Berliner Künstler Via Lewandowsky präsentierte „Korrekturen“, eine Serie von Fotografien, die unsere  leeren Räumen der Wechselausstellungen abbildeten. Was verleiht diesen Zimmern heute noch ihre Faszination und  welche Architekturelemente oder Gegenstände geben uns heute noch die Gewissheit, dass der Dichter tatsächlich hier weilte? Der Betrachter wurde stark auf seine Sinneseindrücke und Fantasie zurückverwiesen. Die Bilder wurden durch Texte des Dichters Durs Grünbein ergänzt, die um Goethes „Fasanentraum“ kreisen; einen während der italienischen Reise niedergeschriebenen Traum, in dem Goethe einen Kahn voller Fasanen und Pfauen heimbringen will, doch keinen Landeplatz findet.

Höhepunkt des Jahres 2014 war die große Ausstellung „Sammeln und Zeichnen. Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff in Rom“, die in Zusammenarbeit mit der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau von Mitte September bis Mitte November in der Casa di Goethe gezeigt werden konnte. Ab Januar 2015 wurde die Schau sodann in Dessau präsentiert. Erdmannsdorff, vor allem bekannt als Architekt des frühklassizistischen Wörlitzer Schlosses, war auch als Sammler und Kunstpädagoge tätig und wurde als solcher dem römischen Publikum präsentiert. Dabei handelte es sich um eine absolute Premiere: Nie zuvor waren die Romveduten, Studien und Nachzeichnungen römisch-antiker Bau- und Bildkunst, die Erdmannsdorff während seiner drei Aufenthalte in der Ewigen Stadt zwischen 1765 und 1790 selbst geschaffen oder von ansässigen Künstlern erworben hatte, im Ausland gezeigt worden. Die Ausstellung erhellte somit einen weiteren Teil des deutsch-italienischen Kulturaustausches im 18. Jahrhundert. Sie stieß sowohl in der Presse als auch bei den Besuchern auf großes Interesse.

Angeregt durch die Schenkung des Gemäldes von Nahl konzipierte Maria Gazzetti schließlich die Ausstellung „Der Himmel über Rom“, die der römischen Landschaft gewidmet war und die im November 2014 eröffnet wurde. Gezeigt wurden ausschließlich Werke deutschsprachiger Künstler aus eigenen Beständen des Museums, darunter wertvolle Zeichnungen von Jakob Philipp Hackert, Peter Birmann, Franz Kobells, Tischbein  und Joseph Anton Koch. Die von Claudia Nordhoff wissenschaftlich betreute Schau vermittelte dem Betrachter die unterschiedliche Art und Weise, mit der die Künstler der Goethezeit das Stadtbild und die umgebenden Landschaften wiedergaben.

Den Besuchern wurde die Bedeutung deutscher und Schweizer Landschaftsmaler im künstlerischen Leben Roms nahegebracht, die sich oft über Jahre hier aufhielten oder ihr Leben tatsächlich hier vollendeten.

Ausstellungsbegleitende Veranstaltungen:

Zur Ausstellung „Sammeln und Zeichnen. Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff in Rom“:

Vortrag von Norbert Michels, Direktor der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau, über die Chalcographische Gesellschaft des Fürsten Leopold Franz von Anhalt-Dessau (in Kooperation mit der Bibliotheca Hertziana).

Museumsführung und Stadtrundgang mit Karen Buttler: „quale città, o Roma può fino ad oggi paragonarsi a te? Sulle orme dell`architetto Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff a Roma“.

Zu sämtlichen Ausstellungen der Casa di Goethe wurden Sonderführungen angeboten.

Literatur in der Casa di Goethe

Allgemein lässt sich festhalten, dass das Veranstaltungsprogramm in der Casa di Goethe 2014 erweitert und mit neuen Aspekten bereichert wurde. Maria Gazzetti begründete die neue Lesungsreihe der „incontri romani“ (römische Treffen), die jeweils von einer deutsch-italienischen Publikation begleitet werden. In dieser Reihe wurde z. B. am 22. Januar Martin Mittelmeiers Buch „Adorno in Neapel. Wie sich eine Sehnsuchtslandschaft in Philosophie verwandelt“ vorgestellt. Für diese Lesung bzw. die begleitende Publikation waren 50 Seiten seines Buches neu ins Italienische übersetzt worden.

Besonders spannend und informativ war die fiktive „literarische Begegnung“ zwischen Paul Heyse und dem römischen Mundartdichter Gioacchino Belli. Walter Hettche (Ludwig-Maximilian-Universität München) berichtete über „Der König, der Papst und Belli. Paul Heyses Aufenthalt in Rom 1877/78 und seine literarischen Folgen.“ Die Tatsache, dass Paul Heyse während seines römischen Aufenthaltes gerade im Haus Via del Corso 18 gelebt hat, verlieh dem Vortrag einen besonderen Reiz. Weiterhin präsentierte der italienische Autor Mario Fortunato sein Buch über Berlin („Le voci di Berlino“) und schließlich wurden nach bewährter Gewohnheit Ende April die neuen Stipendiaten der Villa Massimo in der Casa di Goethe vorgestellt (2014: Oswald Egger und Martin Mosebach).

Einen weiteren Schwerpunkt bildeten Lesungen mit deutschen und italienischen Lyrikern. An den jeweiligen Veranstaltungen nahmen Christine Koschel und Harald Hartung, Durs Grünbein sowie Patrizia Cavalli und Jan Wagner teil. Der berühmte Dichter und Verleger Michael Krüger stellte mit dem in München lebenden, italienischen Dichter Federico Italiano und dem italienischen Literaturkritiker und Redakteur Paolo Febbraro, u.a. Redakteur einer angesehenen Lyrikkolumne in der Tageszeitung „Il Sole 24ore – la Domenica“, die auf deutsch erschienene „Anthologie italienischer Lyrik der Gegenwart“ vor.

Den Lyrik-Lesungen traten Lesungen zu kulturpolitischen Themen und aktuellen Fragen der deutsch-italienischen Beziehungen zur Seite. Hier wurden folgende Autoren präsentiert: Angelo Bolaffi („Deutsches Herz. Das Modell Deutschland und die europäische Krise“), Maike Albath („Rom. Träume. Moravia, Pasolini, Gadda und die Zeit der Dolce Vita“, anwesend bei der Präsentation war die Journalistin Vanna Vannuccini), Jürgen Trabant („Globalesisch oder was? Ein Plädoyer für Europas Sprachen“) und Paola Sorge („Kabarett! Satira, politica e cultura tedesca in scena dal 1901 al 1967“). Claus Offe von der Hertie School of Governance Berlin und Angelo Bolaffi debattierten gemeinsam über Deutschland und Europa.

Eine weitere Lesungsreihe ist schließlich dem Fachbereich der italienischen Germanistik gewidmet, in dem die Goethe-Studien einen breiten Raum einnehmen. Es nahmen teil: Luigi Reitani (Herausgabe des „Carnevale Romano“),  Gabriella Catalano („Goethe, una biografia“), Fabrizio Cambi über Vittorio Santoli , Übersetzer und Kommentator von „Faust I“ und Roberto Zapperi („Eros a Venezia. Gli epigrammi veneziani di Goethe“). Weiterhin wurden die italienische Übersetzung von E. T. A. Hoffmanns „Nachtstücken“ („I notturni“), das „Lessico mitologico goethiano“ (herausgegeben von Michele Cometa und Valentina Mignano) und schließlich mit Dr. Giovanna Targia, Warburg Spezialistin,  eine neue Übersetzung von Goethes „Morphologie“ („Morfologia“) präsentiert.

Sämtliche Lesungen werden häufig in Zusammenarbeit mit Universitäten sowie anderen italienischen oder internationalen Instituten veranstaltet.

Die Casa di Goethe als ein Ort der italienischen und deutschen Germanistik

Wie aus dem gesamten Veranstaltungsprogramm hervorgeht, wurde die bewährte Zusammenarbeit mit den Universitäten (vor allem den römischen) erfolgreich fortgesetzt. Im Januar 2014 wurde die Gesprächsreihe „Büchneriana“ mit Claudio Zambianchi (Universität La Sapienza, Rom)  erfolgreich abgeschlossen. Im Mai fand in Zusammenarbeit mit der Universität La Sapienza Rom sowie dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) ein Symposium statt, das die Übersetzung der Werke des Dichters Durs Grünbein zum Thema hatte: „Durs Grünbein in traduzione. Due casi di studio: Inglese e italiano“. Hier waren auch die Universitäten Bologna und Oxford vertreten. Die Casa di Goethe hat weiterhin kooperiert mit dem Istituto Italiano di Studi Germanici, der deutschen Botschaft, dem Forum Austriaco und der Villa Massimo.

Kulturelle Bildung

 

Es wurden zahlreiche Führungen für Schulklassen sowohl in deutscher als auch in italienischer Sprache durchgeführt. In Kooperation mit dem Goethe-Institut Rom fanden im Foyer und Auditorium des Goethe-Instituts anlässlich des Holocaust-Gedenktages eine Buchpräsentation („Perché Piero Terracina ha rotto il suo silenzio”) sowie eine Ausstellung mit Fotografien statt.

Veranstaltungen gemeinsam mit der Stadt Rom:

Die Casa di Goethe hat an folgenden „events“ und Sonderveranstaltungen der Stadt Rom teilgenommen: „OPEN HOUSE“ (freier Eintritt), „NACHT DER MUSEEN 2014“ (Eintritt 1 Euro), „TRABI GOES GOETHE “ (anlässlich des 25. Jahrestags des deutschen Mauerfalls, freier Eintritt), und „MUSEI IN MUSICA „(freier Eintritt).

Kooperationen der Casa di Goethe

Unter den vielen  Kooperationen sei insbesondere Folgendes hervorgehoben:

Mit der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau wurde die Ausstellung „ Sammeln und Zeichnen. Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff in Rom“ erfolgreich organisiert.

Vom 12. bis zum 14. September 2014 hat die Casa di Goethe mit vier Veranstaltungen und einem eigenen Stand an der XIII. deutsch-italienische Kulturbörse in Trapani teilgenommen.

Stipendienprogramm:

Dank der Förderung der Karin und Uwe Hollweg-Stiftung konnte das Stipendienprogramm in der Casa di Goethe auch 2014 fortgesetzt werden. Jury-Mitglieder sind: Prof. Dr. Angelo Bolaffi (Rom), Prof. Dr. Dieter Richter (Bremen) und Prof. Dr. Susanne Popp (Karlsruhe). Die Stipendiaten erhalten neben dem kostenfreien Zimmer im 2. Stock der Casa di Goethe 1500 Euro pro Monat. In diesem Jahr waren folgende Stipendiaten präsent:

Nora Bossong, Schriftstellerin und Kulturwissenschaftlerin (Dezember 2013-Januar 2014; Romanprojekt unter anderem zu Antonio Gramsci).

Stella Tinbergen, Filmemacherin (Februar bis April; Film über den russischen Tänzer Alexander Sacharow, der seit 1952 in Rom lebte und auf dem protestantischen Friedhof „cimitero acattolico“ begraben ist).

Christine Künzel, Literaturwissenschaftlerin (Mai bis Juni; Projekt zu Gisela Elsners Zeit in Rom von 1962 bis 1964).

Carla Heussler, Kunsthistorikerin (September bis Oktober; Projekt über die Präsenz von Künstlern aus Südwestdeutschland in Rom).

Antje Fey-Jensen, Journalistin (November bis Dezember; Recherchen über Anna Magnani).

Nora Bossong, Stella Tinbergen und Christine Künzel haben über ihr jeweiliges Thema einen Vortrag in der Casa di Goethe gehalten. Carla Heussler plant nach ihren Rom-Recherchen und den dabei gewonnenen neuen Ergebnissen eine Publikation über Joseph von Kopf, Mitglied des Deutschen Künstlervereins in Rom, die wir verlegen wollen.

 

Bibliothek:

Bezüglich der Bibliothek des Deutschen Künstlervereins lässt sich eine außerordentlich positive Nachricht vermelden. Diese historische Sammlung von Büchern, deren ältester Bestandteil auf das Jahr 1821 zurückgeht, umfasst ca. 4500 Bände, die nach dem zweiten Weltkrieg auf verschiedene deutsche Institute in Rom verteilt worden waren. 2012 wiedervereinigt, fand die Bibliothek gemeinsam mit dem von der Bibliotheca Hertziana ebenfalls dem Museum übergebenen Archiv des Deutschen Künstlervereins ihren endgültigen Standort in der Casa di Goethe. Die Bücher, eine erstrangige Quelle der deutsch-römischen Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts, sind bislang niemals katalogisiert oder wissenschaftlich bearbeitet worden.

Um eine solche Bearbeitung zu ermöglichen, war 2013 gemeinsam mit Professor Michael Thimann (Göttingen) ein Antrag für eine Postdoktorandenstelle bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft gestellt worden, der im Januar 2015 bewilligt wurde.

Der Inhaber dieser auf drei Jahre befristeten DFG-Stelle wird sich mit der Katalogisierung und  Erschließung der Bücher der Bibliothek befassen. In diesem Zusammenhang soll der bislang als Gästezimmer genutzte Raum im zweiten Stock in ein „studio“ (Arbeitszimmer) verwandelt werden, in dem auch das Archiv des Deutschen Künstlervereins, bislang in einem Büroraum untergebracht, seinen endgültigen Standort finden wird. Somit werden die Räumlichkeiten des zweiten Stockwerks als „Haus des Deutschen Künstlervereins“ einen eigenen Charakter gewinnen, wodurch die Casa di Goethe um eine hochwichtige Dimension erweitert wird.

Sammlung:

Für die Sammlung des Museums wurden folgende Neuerwerbungen getätigt:

Eduard Magnus (1799-1871), vier Zeichnungen mit Ansichten der römischen Campagna, der Insel Capri und von Pompeji.

Johann Christian Reinhart (1761-1847), sechs Radierungen der Serie „römische Grabmäler“.

Friedrich Eduard Eichens (1804-1877), eine Zeichnung mit einem Porträt von Eduard Daege.

Isolde Ohlbaum (geboren 1953), „TUSCULUM bei Rom“,Verleihung des Petrarca-Preises in Tusculum an Herbert Achternbusch, 1977.

Via Lewandowsky (geboren 1963), zwei Fotografien, „das Fenster im Goethezimmer“ (2014) und „Perspektive“ (2014). Diese letztere Fotografie ist im Tischbein-Atelier aufgehängt und verleiht dem Raum eine zusätzliche architektonische Dimension, auf die die Besucher mit Neugier und Interesse reagieren.

Seit Juni 2014 ist Claudia Nordhoff mit der Erstellung eines Bestandskataloges der Gemälde, Zeichnungen und Druckgraphik der Casa di Goethe beschäftigt. Dieser Katalog wird voraussichtlich 2016 anlässlich des 230. Jubiläums von Goethes Ankunft in Rom erscheinen.

Publikationen:

Im Januar 2014 erschien der zweite Band der Reihe „Incontri Romani“: Martin Mittelmeier, „Adorno a Napoli. Con un saggio di Alfred Sohn-Rethel. Das Ideal des Kaputten. Über neapolitanische Technik / L`ideale del rotto. Sulla tecnica a Napoli“.

Im September 2014 erschien in Kooperation der Casa di Goethe, Rom, und der Anhaltischen Gemäldegalerie, Dessau, der Ausstellungskatalog „Sammeln und Zeichnen. Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff in Rom.( dt/It.)  Petersberg 2014.

Im Dezember 2014 erschien auf Deutsch die neue, erweiterte 2. Auflage des Buches unserer Mitarbeiterin Dorothee Hock, „Via del Corso 18, Roma – Eine Adresse mit Geschichte“. - ital. in der 1. Auflage im Museum erhältlich.

Dank:

Dass dieses umfangreiche Programm durchgeführt werden konnte, verdankt sich der tatkräftigen, bewährten und engagierten Mitarbeit insbesondere von Dorothee Hock wie von Domenico Matilli und Gabriele Gioni. Ich danke Isolde Hendel und weiter Susanne Mille und Alessandra Segatori, die abwechselnd und sehr angagiert den Museumsdienst und die Führungen samstags und sonntags übernehmen. Ein weiterer Dank geht an Claudia Nordhoff, die im Zuge ihrer Arbeit am Bestandskatalog der Kunstsammlung der Casa di Goethe mir die Aufgabe erleichterte, mich schneller mit den Kunstschätzen des Museums vertraut zu machen.

Sie unterstützte mich auch mit fachlichen Ratschlägen bei der Neugestaltung der Museumsräume.

Ein letzter Dank geht schließlich auch an die vielen Kooperationspartner (siehe hierzu die Veranstaltungsliste).

Dr. Maria Gazzetti

Rom, Mai 2015

Liste der Veranstaltungen

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